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5. Mai 2010 DIE LINKE. Ortsverband Kleve

Aufruf: Gründung einer Bürgerinitiative zur Wiedereröffnung der Eisenbahnlinie Kleve-Nimwegen

Damals: Bahnhof Kranenburg

Der Ortsverband Kleve der Partei DIE LINKE unterstützt den Aufruf von Andreas Mayer, Kranenburg, zur Gründung einer Bürgerinitiative mit dem Ziel, die ehemalige Eisenbahnlinie Kleve-Nimwegen wieder für den Verkehr zu öffnen.

Seit nunmehr rund 20 Jahren verkehren auf der Strecke Kleve-Nimwegen keine Personenzüge mehr, mit dem 31. Dezember 1991 wurde auch der Güterverkehr Kleve–Kranenburg eingestellt. Seit 1999 ist die Verbindung komplett geschlossen. Lediglich der Abschnitt von Kleve über Kranenburg ins niederländische Groesbeek wird für einen Freizeitverkehr mit Draisinen genutzt. Vom Kranenburger Bürger Andreas Mayer erhielten wir nun einen Aufruf zur Gründung einer Bürgerinitiative mit dem Ziel, die Strecke möglichst kurzfristig wieder zu eröfnen. Seiner Bitte um Unterstützung kommt der Ortsverband Kleve gerne nach. Nicht zuletzt würde die neue Hochschule von einer Wiederaufnahme des Verkehrs profitieren.

Andreas Mayer erklärt hierzu:

"In der näheren Zukunft will Kleve mit seiner Hochschule Akzente setzen. Studenten und deren Professoren sollen das Bild mit bestimmen, zeigen, dass hier was los ist und dies mehr ist als nur ein Randgebiet der Bundesrepublik, das mit dem Rücken zur Grenze steht. Wenn man nicht am Rand leben will, muss man die Möglichkeit öffnen sich um zu drehen. Die neue Hochschule hat dies verstanden und will die Zusammenarbeit mit der Universität in Nimwegen suchen.

Ich erlebe die Region Kleve als ein Gebiet, das zur Hälfte orientiert ist auf die Niederlande, im speziellen Nimwegen, und auf der anderen Seite verbunden ist mit dem deutschen Hinterland. Viele der Neubürger der Klever Region kommen aus den Niederlanden und viele, nicht nur Neubürger, arbeiten auf der niederländischen Seite der Grenze. Morgens im Auto und Stau fährt man nach Nimwegen und Arnheim, am Wochenende geht’s tagsüber anders herum, Niederländer shoppen in Kleve.

Abends mit dem Auto wiederum geht’s für die Jugend über 18 auf nach Nimwegen. Kurzum, schon jetzt ist die Region verbunden, bisher hauptsächlich mit dem Auto. Wenn die Region bleibend blühen will, muss sie vernetzt sein mit der niederländischen Seite. Hierfür ist die Wiederherstellung der Eisenbahnlinie absolut notwendig."

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