Wenn selbst das Ehrenamt noch zu teuer ist! Stellungnahme der Basisorganisation der Partei die Linke in Kerken zum Bürgerbusprojekt
Auch die Basisorganisation Kerken schließt sich der Kritik der BVK in Bezug auf die Haltung von CDU, SPD und Grünen zum Projekt Bürgerbus an. “Ich kann darüber nur noch den Kopf schütteln”, so Marie Kärsting, Ratsmitglied der Partei die Linke in Kerken. Eine Entscheidung gegen den Bürgerbus sieht die Basisorganisation als fatales Zeichen gegenüber ehrenamtlichen Engagements an.
Nach Überzeugung der Basisorganisation trägt ehrenamtliches Engagement eine Gesellschaft in hohem Maße mit. Und dies nicht nur in Bezug auf die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und die Förderung des Zusammenhalts, sondern auch in Bezug auf wirtschaftliche Aspekte. Verschiedene Statistiken zeigen Einsparungen durch das Ehrenamt in Deutschland in Milliardenhöhe. Ein ÖPNV jenseits ehrenamtlicher Unterstützung würde somit vermutlich deutlich teurer ausfallen.
Die Basisorganisation der Linken teilt zudem die Auffassung der BVK, dass der Bürgerbusverein transparent und umfassend zu den Kosten informiert hat. Vielmehr stellt sich der Linken die Frage, ob alle Finanzierungsmöglichkeiten ausreichend geprüft wurden. “Seit der Ratssitzung im Januar diesen Jahres steht, meines Wissens nach, immer noch die Antwort auf die Frage aus, inwieweit der Bürgerbus aus Mitteln des NRW Infrastrukturgesetzes 2025 bis 2036 gefördert werden kann”, erklärt Marie Kärsting. In besagter Sitzung war eine entsprechende Frage zur Verwendung dieser Mittel aus den Reihen der BVK gestellt und zur Prüfung an die Verwaltung gegeben worden. Die Basisorganisation Kerken sieht hier ein Versäumnis, dass seitens der Politik hierzu nicht in der Ratsvorlage eingegangen wurde und stellt eine abschließende Abstimmung über das Projekt Bürgerbus in Frage, solange in dieser Sache keine Klärung erfolgt ist.
Die Linke ermutigt zudem die Kerkener Bürger*innen ihre Fragen zum Bürgerbus in der kommenden Ratssitzung am 15.07.2026 im Rahmen der Fragestunde für Einwohner*innen mit einzubringen.
