Arbeit muss fair, sicher und gerecht bezahlt sein - für alle im Kreis Kleve!
Was fordern wir als Linke im Kreis Kleve im Bezug auf das Thema Arbeit?
Arbeit muss fair, sicher und gerecht bezahlt sein – für alle im Kreis Kleve!
Was ist Arbeit?
Im 21. Jahrhundert ist Arbeit viel mehr als nur Broterwerb. Sie bedeutet inzwischen Teilhabe,
Identifikation und ist ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit.
Trotzdem arbeiten viele Menschen im Kreis Kleve unter Bedingungen, die weder existenzsichernd
noch zukunftsfähig sind. Die Zahlen zeigen: Niedrige Löhne, unsichere Arbeitsverhältnisse und
einen Ausbildungsmarkt, der offensichtlich an den Bedürfnissen junger Menschen vorbeigeht.
Das bringt Folgen mit sich: Frust statt Perspektive – besonders bei jungen Menschen und
Beschäftigten im sozialen oder handwerklichen Bereich.
So kann das nicht weiter gehen!
In einer Zeit, in der Fachkräfte fehlen, Arbeitskräfte dringend gebraucht werden und die soziale
Ungleichheit immer weiter wächst, ist es die Aufgabe der Politik, das Thema Arbeit neu zu denken
– fair, inklusiv und zukunftssicher!
Der Kreis Kleve zeigt: Es gibt Handlungsbedarf!
Im Jahr 2022 lag das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen im Kreis Kleve bei durchschnittlich rund
18.870 Euro. [1] Das sind mehr als 6.000 Euro unter dem Landesdurchschnitt NRW [2] (ca.
25.100 Euro). Diese Lücke besteht bereits seit Jahren und betrifft vor allem strukturschwache
Gemeinden wie Kranenburg, Weeze oder Bedburg-Hau.
Während in NRW die Einkommen von 2015 bis 2022 um rund 22 % gestiegen sind, bleibt der
Kreis Kleve deutlich unterhalb dieses Aufwärtstrends.
Viele Berufe – insbesondere in Pflege, Logistik, Reinigung oder Einzelhandel – sind schlecht
bezahlt und bieten kaum Aufstiegsperspektiven.
Berufe die für eine funktionierende, gesunde Gesellschaft unerlässlich sind!
Das wollen wir nicht weiter hinnehmen!
Auch die Statistiken bezüglich der Ausbildungsstellen im Kreis, sollten uns zum
Nachdenken bewegen.
Im Frühjahr 2025 wurden im Kreis Kleve etwa 1.267 Bewerber*innen für Ausbildungsplätze
registriert. Das ist ein Plus von etwa 10% zum Vorjahr. [3]
Gleichzeitig sank die Zahl der angebotenen betrieblichen Ausbildungsplätze leicht, auf rund 1.316
Stellen. Die Zahlen zeigen: noch immer bleiben viele dieser Stellen unbesetzt!
Bewerber*innen können nicht vermittelt werden und die Ausbildungsbedingungen schrecken ab.
Insbesondere im Handwerk bleibt der Nachwuchs aus.
Was ist zu tun?
Eine faire Ausbildungsvergütungen, Übernahmegarantien, kostenlose Berufsschulen, gute
öffentliche Anbindungen und bezahlbares Wohnung können dabei echte Perspektiven schaffen!
Die Linke im Kreis Kleve fordert:
• Faure Entlohnung in öffentlichen Aufträgen: Kommunale Ausschreibungen nur noch mit
Tariftreue und ein Mindestlohn von 15€/h aufwärts!
• Ausbildungsquote von 10% in allen kommunalen Betrieben mit kostenloser
Berufsschulversorgung.
• Kostenloser ÖPNV für Auszubildende, Erwerbslose und Geringverdiener*innen - Arbeit und
Ausbildung darf nicht am Weg scheitern!
• Aus- und Weiterbildungszentren schaffen: Eine Zusammenführung von Kammern, Jobcentern,
Berufskollegs und Arbeitgeber*innen schafft wirkliche Qualifikationsangebote!
Niemand sollte im Kreis Kleve mehr für schlechte Löhne schuften müssen!
Wir setzen uns für dich ein: für eine gerechte Arbeitswelt mit fairen Chancen, guten Löhnen und
einer echten Absicherung. Deine Ausbildung und Arbeit muss dir eine Perspektive geben.
Auch die Kommunalpolitik hat die Möglichkeiten hier etwas zu bewegen.
Packen wir’s an! sozial. solidarisch. vor Ort.
Die Linke – Deine Stimme für soziale Gerechtigkeit im Kreis Kleve.
Quellen:
[1] de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Landkreise/
Kreise_und_Kreisfreien_Städte_nach_Einkommen?utm_source=chatgpt.com
[2] www.it.nrw/nrw-verfuegbares-einkommen-je-einwohnerin-und-einwohner-im-jahr-2022
[3] www.arbeitsagentur.de/vor-ort/wesel/presse/2025-16-ausbildungsmarkt-nach-derersten-
halbzeit-chancen-fur-jugendliche-weiterhin-gut?utm_source=chatgpt.com
