CDU Kerken verhindert barrierefreies und aufgewertetes Kirchenumfeld in Aldekerk
Zur Überraschung der Linken Kerken hat die CDU in der letzten Ratssitzung ihren Kurs die Umgestaltung des Aldekerker Kirchenumfeldes betreffend geändert und gegen die Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzepts (IHK) gestimmt, durch welche das Kirchenumfeld in Aldekerk umgestaltet werden sollte.
Damit ist eine Aufwertung des Aldekerker Ortskerns auf absehbare Zeit nicht mehr möglich. Die Aufwertung des Kirchenumfeldes wäre nämlich zur Hälfte durch das Land NRW finanziert worden. Allerdings läuft die Antragsfrist zum 30. September 2025 ab. Weil die CDU ihren Gesinnungswandel derart spät vollzog, ist es auch zeitlich nicht mehr möglich, Landesmittel für andere Projekte des IHK abzurufen. Ob und wenn ja, wann das Land wieder Fördermittel zur Verfügung stellt, ist nicht absehbar. Wessen Geistes Kind die CDU ist, machte sie indes deutlich, als über andere Arten der Gestaltung des Kirchenumfeldes gesprochen wurde: Anstelle eine grüne Begegnungsstätte zu schaffen und das Kirchenumfeld zumindest in Ansätzen barrierefrei zu gestalten, solle darüber nachgedacht werden, ein Grundstück zu erwerben und auf diesem drei bis fünf Parkplätze zu bauen.
Die CDU Kerken macht damit deutlich, dass ihnen Autos wichtiger sind als Menschen. Auch die Begründung der plötzlichen Meinungsänderung mutet skurril an. Teilen der CDU war erst jetzt aufgefallen, dass der Pfarrgarten, der auf Kosten der Gemeinde neu gestaltet und der Allgemeinheit für 50 Jahre zugänglich gemacht werden sollte, weiterhin im Eigentum der Kirche verblieben wäre. Zwar hat auch Die Linke diesen Umstand kritisch gesehen, allerdings konnte die CDU diesen Umstand sowohl in der Ratssitzung vom 26. März 2025 als auch noch in der letzten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 27. August 2025 mittragen. Unterm Strich bleiben bereits für die Sanierungsmaßnahme aufgewendete Planungskosten, ein weiterhin nicht barrierefreies Kirchenumfeld in Aldekerk und eine CDU, der man nur wünschen kann, sie möge sich in Zukunft ausführlich mit den Dingen befassen, über die sie entscheidet.
